DWD Synoptische Übersicht Kurzfrist
 

SXEU31 DWAV 291800
S Y N O P T I S C H E   Ü B E R S I C H T   K U R Z F R I S T
ausgegeben am Sonntag, den 29.01.2012 um 18 UTC


Markante Wettererscheinungen:
**

Synoptische Entwicklung bis Mittwoch 12 UTC
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Aktuell ... Am Rande der weite Teile des nördlichen und östlichen Europas überdeckende 
umfangreichen Antizyklone mit Schwerpunkt über Karelien liegt Deutschland bodennah in 
einer östlichen Anströmung, mit der kalte und zunehmend trockenere Festlandsluft heran 
geführt wird, die sich vom nordöstlichen Deutschland weiter in den Osten und Norden 
ausbreitet.

Hebunsgvorgänge werden noch gestützt von der Höhentrogstruktur über Westeuropa mit Zentren
über der südwestlichen Nordsee und einem zum westlichen Mittelmeer abtropfenden Höhentief.
Über der Westhälfte werden so gebietsweise noch leichte Schneefälle ausgelöst.

Strenger Frost ist in der Nacht zum Montag in den Aufklarungsgebieten im Osten und Norden 
möglich.

Sonst kommt es gebietsweise zu Glätte durch leichten Schneefall, Reif oder überfrierende 
Nässe.

An der Ostseeküste kommt es zu Windböen Bft 7, in der zweiten Nachthälfte sind auch an der
Nordseeküste Böen Bft 7 möglich. 
Höhere Lagen von Harz und östliche Mittelgebirge einschl. Bayerischer Wald Bft 8 bis 9, 
später 10 bis 11 möglich.


Montag ... Deutschland verbleibt am Rande der umfangreichen Bodenantizyklone, wobei der 
Gradient im Norden und Osten noch etwas zunimmt. Größere Wolkenauflockerungen dominieren 
im Osten, Norden und südöstlichen Deutschland.

In der Trogrinne über Westeuropa schnürt sich nochmals über Frankreich ein Höhentief ab, 
das leichte Schneefälle im äußersten Westen und Südwesten stützt.

An der Küste sind Böen Bft 7 bis 8, höhere Mittelgebirgslagen im Osten und Südosten Böen 
Bft 9, vereinzelt darüber möglich.

In der Nacht zum Dienstag ist in den wolkenarmen Gebieten (Osten, Norden, Südosten) 
strenger Frost möglich.


Dienstag ... Der zu den Britischen Inseln gerichtete Keil der umfangreichen 
Bodenantizyklone verstärkt sich unter einer Höhenantizyklogenese noch, gleichzeitig nimmt 
auch der Druckgradient über dem südlichen Deutschland noch zu. 

Größere Wolkenauflockerungen erfassen auch den Westen und Teile Süddeutschlands. Lediglich
im Südwesten simulieren die Modelle noch geringen Schneefall.

An der Ostseeküste sind noch Böen Bft 7 möglich, Nordseeküste Bft 7 bis 8, höhere 
Mittelgebirgslagen im Osten und Südosten Böen Bft 9.

In der Nacht zum Mittwoch kommt es verbreitet zu strengem Frost.


Mittwoch ... Vom kräftigen Bodenhoch mit Schwerpunkt über dem nördlichen Russland weist 
ein Keil über die Britischen Inseln nach Westen. An der Südflanke dauert die bodennahe KLA
über Mitteleuropa an, womit das Temperaturniveau nochmals absinkt.

Über dem östlichen Europa formiert sich in der hochreichenden Kaltluft ein kräftiger 
Höhentiefkomplex, der einen markanten Trog über Mitteleuropa nach Westen erstreckt, der 
aber wenig Wetterwirksam simuliert wird. Die Modelle bieten einzelne Schneeschauer in 
Küstennähe an.
Auch im südwestlichen Alpenvorland ist bei einzelnen Modellen noch etwas Schnee möglich. 
Sonst ist es vielfach heiter.

In höheren Mittelgebirgslagen sind Böen Bft 8 bis 9, Küste Bft 7 möglich.




Modellvergleich und -einschätzung
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Die Modelle zeigen eine ähnliche Entwicklung auf.


Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Dipl. Met. Reinhard Graminski 

Quelle: DWD
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